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Duisburger Werkkiste begrüßt ungarischen Bürgermeister


Es ist kein Zufall, der László Bogdán, Bürgermeister der Gemeinde Cserdi in Ungarn, nach Bruckhausen führt. Bogdán ist der Bürgermeister des Ortes im ungarischen Komitat Baranya, in dem die Duisburger Werkkiste im Rahmen des Projektes „Young Workers for Europe“ für einen zweiwöchigen Arbeitseinsatz im Landschaftsbau zu Gast sein wird.

Die Gemeinde Cserdi ist eine mehrheitlich von Roma bewohnte Gemeinde. Der charismatische Bogdán ist selbst Roma und hat es geschafft, in den bisher vier Jahren seiner Amtszeit durch zum Teil unorthodoxe Mittel den Ort zu einer Vorzeigegemeinde zu entwickeln. Bereits 2013 wird er mit den Worten zitiert: „Ich glaube nicht an eine Demokratie, die mir suggeriert, dass es mein Recht ist, öffentliche Hilfe zu verlangen, aber zugleich das Recht habe, mich der Arbeit zu verweigern“. Er sieht es als seine Aufgabe, in seiner Heimat lebenswerte Verhältnisse aufzubauen. Den Besuchern aus der Werkkiste bietet er Hilfe an, Gebräuche und Traditionen der ungarischen Bevölkerung kennenzulernen

In Duisburg ist László Bogdán, um die Duisburger Partner und die örtliche Infrastruktur kennenzulernen. Im Rahmen einer sozialen Wanderung durch Bruckhausen stellte Dipl.Ing. Kajetan Lis, Projektleiter bei der Entwicklungsgesellschaft Duisburg, die städtebauliche und soziale Entwicklung rund um den Grüngürtel und die Soziale Stadt vor. Dabei wurde auch die Bevölkerungsentwicklung durch den Zuzug von Zuwanderern aus Südost-Europa thematisiert und auf die Notwendigkeit hingewiesen, dass Menschen die Sprache verstehen, um Barrieren zu überwinden.

Auf ihren Aufenthalt in Ungarn, der Anfang Juni startet, freut sich die Gruppe aus der Duisburger Werkkiste - auch wenn viel Arbeit auf die jungen Leute und ihre Ausbilder wartet. Während ihres Aufenthaltes wird die Gruppe aus Duisburg einen befestigten Weg zum Holocaust-Denkmal von Cserdi bauen sowie den Vorplatz einer Kapelle gestalten.

Wichtiger Aspekt des Aufenthaltes ist es aber auch, Land und Leute kennenzulernen. „Wir wollen vor Ort lernen und unseren Blickwinkel verändern, Vorurteile sind nicht unsere Sache“, betont Norbert Geier, Geschäftsführer der Duisburger Werkkiste.
Der Einsatz im Rahmen des Projektes „Young Workers for Europe“ wird durch das Aktuelle Forum NRW e.V. ermöglicht. Zielgruppe sind junge Menschen, die sich in berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen, außerbetrieblicher Ausbildung und in weiteren Qualifizierungsmaßnahmen bei Jugendberufshilfeträgern befinden.

Von: Wolfgang Hecht